Wieder ein Beispiel für das Versagen unserer Polizei:
Blutiger Überfall in der Bezirksklasse
In der Leipziger Bezirksklasse sind während des Spiels FSV Brandis gegen Roter Stern Leipzig Gästefans und auch Spieler von 50 Neonazis angegriffen und verletzt worden. Der Überfall am Sonnabend Nachmittag erfolgte kurz nach Beginn des Spiels, das daraufhin abgebrochen wurde.
„Von der Polizei alleingelassen“
Die Polizei sprach in einer Mitteilung von Angreifern „aus dem rechten Spektrum“. Augenzeugen berichteten schon vorher von Neonazis, die sich mit vor Ort deponierten Eisenstangen und Knüppeln bewaffnet und Jagd auf Spieler und Fans gemacht hätten.
Nach Angaben des Roten wurden drei Fans schwer verletzt. Einem wurde der Arm gebrochen. Der ins Krankenhaus eingelieferte Torwart habe entgegen ersten Meldungen doch nur eine Handprellung. An dem Überfall hätte sich allerdings auch ein Brandiser Ordner beteiligt.
Im Mittelpunkt der Kritik steht jetzt vor allem die Polizei. Sie soll über den geplanten Angriff im Vorfeld informiert worden sein. Das bestätigte auch der FSV Brandis: „Das war ja angekündigt worden. Wir haben es der Polizei mitgeteilt, wurden aber allein gelassen“, sagte Vizepräsident Michael Sommer dem MDR. Am Spieltag selbst waren lediglich acht Beamte vor Ort, die nach Zeugenaussagen nicht eingriffen. Verstärkung kam nach Berichten von Augenzeugen erst, als die Schlägerei bereits vorüber war. Landespolizeipräsident Bernd Merbitz kündigte am Montag nachmittag interne Untersuchungen an.
Linker Verein als Zielscheibe
Der dem linken Spektrum zuzuordnende Roter Stern Leipzig führt in der Bezirksklasse-Staffel 2 die Tabelle mit acht Siegen in acht Spielen an. Vereins Sprecherin Claudia Krobitzsch zufolge sind rechte Provokationen mit Hitlergruß etc. und Angriffe bei Auswärtsspielen keine Seltenheit, „in solchen Dimensionen wie diesmal gab es das aber noch überhaupt nicht“.
Quelle: http://www.mdr.de/sport/andere_sportarten/6801153.html
Bericht vom 24. Oktober 2009